Good Morning 

IMG_0241Again one year later . . . . . . . . . and nothing to tell??

A good friend of mine starts a social project and this is my part of it:

 

ICH SOLL SEIN   ICH WILL    SEIN ICH BIN

LANGE GEBRAUCHT UM ZU MERKEN WIE FREMDBESTIMMT

IRGENDWANN BEWUSST WIE VIELE DA WOHNEN

GEDACHT ERWACHSEN ZU SEIN BEDEUTET ZU WISSEN

JAHR UM JAHR GEWARTET

SO VIELE FIGUREN IMMER NOCH DA

KLEINE UND GROSSE DUMME UND SCHLAUE GARSTIGE UND LIEBEVOLLE

IMMER MEHR    AUF DIE SUCHE GEMACHT

ENTDECKT  VIELE GAR NICHT WIRKLICH ICH

KOPIEN VON ANDEREN WUNSCHTRÄUME   NICHT ICH    NICHT WIRKLICH

STRUKTUREN IN MICH HINEINGEDACHT   OHNE GEGENWEHR ANGENOMMEN

NACH UND NACH   WAS ZU MIR PASST

WAS ICH NICHT BIN   NICHT MEHR SEIN MÖCHTE

MUT ALL DIESE DINGE WIEDER HINAUS ZU SCHICKEN

SCHRITT FÜR SCHRITT    I C H    ZU SEIN

FREUE MICH AUF DEN WEG

J A!   ICH FREUE MICH AUF DICH!

M E I N        I C H

AUF DIE VIELEN KLEINEN UND GROSSEN STEINE ÜBER DIE ICH STOLPERN

WERDE DIE ABER MEIN WEG SIND MICH AUS MACHEN UND AM ENDE DES WEGES

MEIN HAUS SEIN WERDEN

 

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Wieder da?

Gerade ist mir eingefallen, dass ich ja mal einen Blog begonnen hatte. Und habe dann tatsächlich auch noch die Passwörter gefunden. Ich hab die paar Einträge durchgelesen. Ist schon interessant, was man vor zwei Jahren so dachte. Aber das mit der dritten Person hört sich heute bescheuert an. Das lassen wir mal lieber. Das ist zu holprig.

Eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit für solche Scherze wie Blog Schreiben. Mein privater Schreibtisch sieht furchtbar aus. Da habe ich gerade eine Stunde geschichtet und abgeheftet und schon keine Lust mehr. Vielleicht morgen oder heute Abend? Das klappt jedoch meistens nicht. Abends bin ich einfach zu ausgelaugt. Da geht nur noch Sofa. Oder ich muss gleich weg damit ich gar nicht in ein Loch falle.

 

Am Wochenende war ich in Berlin. Herrlich!! Nach einem Spaziergang vom Olof-Palme-Platz über die Siegessäule zum Brandenburger Tor gönnte ich mir ein angenehmes Dinner im Restaurant Drescher. Der Service war beeindruckend: sehr freundlich ohne aufdringlich zu sein. Danach ging es weiter zu Fuß zum Tempodrom. Dort gab nämlich Paul Simon ein Konzert. Ach was für ein Glück! Ich durfte in der 5. Reihe sitzen und habe ihn hautnah erlebt, ganz entzückt, mit einem Lächeln im Gesicht. Ja, er ist alt geworden, aber seine Stimme und alles waren wunderschön. Ein anderes Wort würde nicht passen.

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Was dann?

Mit drei Freundinnen war Bea am Mittwoch Abend im Kino. Es war sehr lustig, aber auch alle haben geweint. Honig im Kopf ist ein guter Till Schwieger Film. Das Thema ist zwar ernst, aber er vergisst auch nicht die komischen Seiten. Da hatten sie genug Gesprächsstoff beim anschliessenden Barbesuch. Trifft es die Eltern, trifft es sie? Was dann?

Auch Bea macht sich so ihre Gedanken. Schon seit ein paar Monaten hat sie das Gefühl, dass da nicht mehr alles so richtig läuft in ihrem Kopf. Es sind nur „Kleinigkeiten“. Neben dem was man eben so halt als mal vergisst, geschehen andere, merkwürdige Dinge.

In der Tiefgarage wusste sie plötzlich nicht mehr wo sie ist. Ein Gefühl der Panik kam auf. Sie schaute hier hin und dort hin und meinte einfach nicht durch das Dickicht zu kommen. Das waren nur ein paar Sekunden, aber genug um sie zu verwirren. Was war das?

Und ein paar Wochen später das gleiche, da war es Abend und sie war mit ihrem Mann auf dem Weg zu einer Geburtstagsparty. Es war zwar neblig, aber das war es nicht. Ihrem Mann war es auch aufgefallen, weil sie kurz gebremst hatte. Er sagte nur: Hey? Hallo?“ Mehr nicht. Da hat sie es einfach mit dem Nebel begründet.

Weitermachen?

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So, die ersten Blogs sind online. Bea ist zwiegespalten, auf der einen Seite macht es unheimliche Spaß zu schreiben. Überhaupt über sich in der dritten Person zu schreiben ist interessant. Dann tippt sie nicht einfach los sondern feilt an der Formulierung. Das würde sie sonst vielleicht nicht so machen. Auf der anderen Seite hat sie das Gefühl, dass sich zu sehr mit sich selbst beschäftigt, sich zu wichtig nimmt …….

Glück

Bea ist ein Sonntagskind, an einem Sonntag, den 13. wurde sie geboren. Ihre Mutter erzählte ihr immer, dass dies nur Glückskindern passiert. Und das ist ein Grundgedanke in ihrem Kopf, in ihrem Herzen und ihrer Seele, das ist der Grundtenor:

Ich bin ein Glückskind!

Egal was da kam oder kommt, es kann gar nicht schlimm werden, weil nichts ist so schlimm, dass es nicht doch weitergehen könnte. „Wir steigern unsere Anforderungen an das Glück ins Unermessliche und beklagen unser Unglück“. Das hatte Beas Mutter in einem Roman gelesen und ihr später in der Pubertät weitergegeben. Das passte wunderbar zur Grundstimmung und hat diese verfestigt. Schon mit Kleinigkeiten zufrieden sein, das ist das Geheimnis.

Kein Computer

Der Mac liess sich nicht mehr anschalten. Das hatte er schon mal. Und die Jungs im Store drücken ein paar Tasten und alles läuft wieder. Da kommt sich Bea als manchmal echt bescheuert vor. Aber jetzt läuft er wieder.

Ist schon verrückt wie abhängig man von diesen Dingern wird. Alle Daten sind hinterlegt, alle Fotos abgelegt, jeder Musiktitel downgeloaded, alles, aber auch alles steht da drin. Immer in der Hoffnung, dass sich da keiner reinhackt. Und jetzt sogar um ein „Tagebuch“ zu schreiben. Bea grübelt. Wirklich ein Tagebuch? Mit allem, was man so denkt? Nein, sie muss sich schon darüber im Klaren sein, dass das jemand lesen könnte, der ihr nahe steht. Die Gedanken sind zwar frei aber so frei dann doch wieder nicht. Etwas Zurückhaltung ist sicherlich angebracht. Da wird sie sich langsam vortasten.

Eines ihrer Kinder folgt ihr schon. SieIMG_1910 hatte lustiger Weise zur gleichen Zeit die gleiche Idee und schreibt jetzt auch einen Blog: Hallo Du, hab Dich lieb.

Guten Morgen

Es war aufregend. Sie hat tatsächlich einen Blog erstellt.

In dieser Nacht hat sich Bea Gedanken gemacht, über war sie schreiben will. Was ist ihr wichtig? Was beschäftigt sie? Was könnte andere Menschen interessieren? Es gibt so viele Themen, die eine Person ausmachen: die Familie, die

Kinder, der Beruf, die Hobbys, die Freunde …….. Und dann grundsätzliche Gedanken

über das Leben: du sollst sein, du willst sein, du bist.

Da wird einem ganz wirr im Kopf. Und da tut es ganz gut eine Runde zu laufen, nicht

schnell, kleine Schritte hintereinander, schön im Rhythmus, ohne außer Atem zu kommen. Damit auch noch genug Zeit bleibt, den Morgen und die Natur aufzunehmen.

Und natürlich zwischendurch immer noch den Ball für die Hunde kicken, die immer wieder aufgeregt um die Beine rennen. Die beiden haben eindeutig mehr Kondition.

Und dann kann der Tag kommen.